Strategien gegen Rechts: Wie weiter im Kampf gegen die AfD?

Ist mit der AfD seit der Gründung der Bundesrepublik 2017 erstmals eine rechtsextreme Partei im Bundestag vertreten, erzielt sie bereits in vielen ostdeutschen Bundesländern Wahlergebnisse von über 20%, womit künftig vielerorts die Beteiligung der AfD an Landesregierungen nicht mehr ausgeschlossen scheint. Gleichzeitig haben sich aber auch in vielen Regionen und (Groß-)Städten neue Bündnisse und Projekte formiert, die ihren Protest gegen Rassismus und die AfD gemeinsam auf die Straße tragen und für eine offene Gesellschaft eintreten. Dennoch ist auch in der politischen Linken bekanntlich umstritten, wie strategisch auf den Rechtsruck reagiert werden sollte und welchen Umgang wir künftig mit der AfD pflegen möchten.
Anhand von Erlebnissen aus dem Betrieb, Stadtteilprojekten und lokalen Anti-AfD-Protesten wollen wir daher diese unterschiedliche Ansätze gemeinsam diskutieren und schauen, welche Erfahrungen wir in der Auseinandersetzung mit der AfD bislang gewinnen konnten. Ist es überhaupt sinnvoll, das Gespräch mit Rechten zu suchen und wie kann es letztlich gelingen, potentielle oder bisherige AfD-Wähler*innen zurückzugewinnen und für linke Politik zu begeistern?

Thomas Goes: arbeitet als Soziologe am SOFI Göttingen und ist aktiv in der Bewegungslinken, bei Projekt M und Organisieren-Kämpfen-Gewinnen.

Hannes Draeger: Aktivist der LINKEN in Münster, Mitglied im Bündnis „Keinen Meter den Nazis”

Susanne Steinborn: unterstützt seit 1,5 Jahren im Rahmen eines Modellprojekts der LINKEN Mieter*innen in einem Berliner Plattenbauviertel im Kampf gegen krasse Mieterhöhungen. Sie hat die letzten Jahre als Gewerkschaftssekretärin gearbeitet und ist jetzt in der Bundesgeschäfts- stelle der LINKEN tätig.