DIE LINKE hilft? – Stadtteilarbeit und soziale Zentren

Die extrem rechte Bewegung Casa Pound in Italien ist bekannt für ihre Stadtteilarbeit. Sie hat sich Sport-, Kultur- und Sozialangebote auf die Fahnen geschrieben, die Angebote orientieren sich an Mussolinis Opera Nazionale Dopolavoro (vgl. Kraft durch Freude der Nationalsozialisten), mit dem Ziel letztlich „Raum- und Deutungshoheit“ zu erlangen. Sie leisten Arbeit im Zivilschutz, im medizinischen Bereich (Blutspenden, Sorgentelefon etc.) und im Umweltschutz. Ähnlich, aber doch gänzlich anders, hatte die griechische Partei Syriza zusammen mit Partnern aus den Sozialen Bewegungen soziale Zentren aufgebaut, die unter der Bezeichnung von „Solidarity4all“ eine Antwort auf die verheerenden Folgen der Spar- und Erpressungspolitik gegenüber Griechenland waren. Inwiefern unterscheiden sich die verschiedenen Ansätze der Stadtteilarbeit und was lässt sich für DIE LINKE abschauen? Welche eigenen Ansätze gibt es bereits oder werden ausprobiert?

Violetta Bock: setzt seit einem Auslandsaufenthalt in den USA Ansätze des Organizing in ihrer eigenen Nachbarschaft und bei weiteren Projekten um. Sie ist Stadtverordnete der Kasseler Linken.

Heiko Koch: Mitbegründer und Autor diverser antifaschistischer Zeitungen sowie von „Casa Pound Italia“ aus dem Unrast Verlag, Verfasser von Internetrecherche, Teamer und Dozent.

Christian Schaft: Mitglied des Parteivorstandes sowie wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, er betreibt das Wahlkreisbüro RedRoXX in Erfurt mit.