Abschlusspodium: Wenn Linke die Machtfrage stellen: Rebellisch regieren oder widerständige Opposition?

Passt die Vision Luxemburgs in den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, dass wir „regierend nur auf den Trümmern des bürgerlichen Staates“ sein dürfen oder muss sich ein linker Flügel in der Partei DIE LINKE diese Frage neu stellen? Klar ist, dass wir als Bewegungslinke zu einer strategischen Selbstverständigung kommen müssen: Brauchen wir überhaupt eine linke Machtoption? Geht diese einher mit Regierungsverantwortung? Rebellisches Regieren oder rote Haltelinien? Diese Veranstaltung soll der Formulierung einer mittelfristigen Perspektive der Bewegungslinken zur Macht- und Regierungsfrage dienen.

Lia Becker: wissenschaftliche Mitarbeiterin von Bernd Riexinger. Autorin des Buches „Linke Mehrheiten organisieren“. Sie arbeitet zu Klassenanalyse und linker Strategie, Politik um Arbeit sowie zu Intersektionalität und Trans-Feminismus.

Thomas Goes: arbeitet als Soziologe am SOFI Göttingen und ist aktiv in der Bewegungslinken, bei Projekt M und Organisieren-Kämpfen-Gewinnen. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit zum Wandel der Arbeit, Gewerkschaften und Rechtspopulismus versucht er Organisierung von unten zu unterstützen.

Sofia Leonidakis: Mitglied der Bremischen Bürgerschaft für DIE LINKE, Sprecherin der Fraktion für Flucht, Kinder, Europa und Queerpolitik.

Stefan Bornost: Mitglied der LINKEN und Redakteur der Zeitschriften marx21 und theorie21.